Schwarz & Grau

Schwarz & Grau

Es wird allgemein angenommen, dass schwarz/grau Tattoos in Gefängnissen entstanden sind, wo die Insassen keinen Zugang zu farbiger Tinte besaßen.

Die Technik wurde von Jack Rudy und seinem Mentor Charlie Cartwright in die Mainstream Tattoo Shops gebracht. Sie perfektionierten eine Einnadel-Tätowiermaschine, um in ihren Tattoodesigns eine sehr realistische Schattierung zu erzeugen. Diese Technik eignet sich gut für Porträts.

Schwarz/Grau wird manchmal als "Gefängnis" oder "Joint-Stil" bezeichnet und soll in Gefängnissen entstanden sein, in denen Häftlinge nur begrenzten Zugang zu verschiedenen Materialien hatten. Sie griffen auf Gitarrensaiten als Nadeln zurück und benutzten Zigarettenasche oder Federtinte, um Tattoos zu stechen.

Die Insassen konstruierten behelfsmäßige Tätowiermaschinen, die mit den kleinen Motoren angetrieben wurden, welche aus Bandgeräten stammten. Gefängnisse verbieten Insassen generell sich zu tätowieren, daher wurde dies geheim gehalten. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren wurde der Gefängnis-Tatto-Stil dann in Tätowiersalons außerhalb der Gefängnisse populär und wurde in "Schwarz und Grau" umbenannt. Schwarz und Grau soll auch aus der Chicano oder Cholo Kultur in Los Angeles stammen.

Typischerweise werden Schwarz/Grau Tätowierungen durch Verdünnen der schwarzen Tinte mit destilliertem Wasser in unterschiedlichen Anteilen erzeugt, was zu helleren, "ausgewaschenen", Tönen führt. Grautöne können auch durch Mischen kleiner Mengen schwarzer Tinte mit weißer Tinte erzeugt werden, was zu einem dickeren, aber helleren Ergebnis führt und eine langsamere Anwendung beim Tätowieren erfordert.